Die Stars von morgen schon heute

Draftrückblick 2014: Philadelphia Eagles

Im Draftrückblick nehmen wir uns das letzte Team aus der NFC East vor, die Philadelphia Eagles. Unter dem neuen Head Coach Chip Kelly hatten sie nicht den besten Start in die Saison, konnten sich aber fangen und am Ende in die Playoffs einziehen. Ihren ersten Pick hatten sie an 22. Stelle.

 

Diesen Pick tradeten sie aber zu den Browns, die für Johnny Manziel hochkommen wollten. Dadurch durften sie an 26 picken. Dort wählten sie einen Spieler, den einige Experten erst später gesehen hatten: OLB Marcus Smith von Louisville. Allerdings bringt er eine Eigenschaft mit, die die Eagles für ihre Defense offenbar haben wollten: Speed. Nach Clowney und Barr war er der Pass Rusher mit den besten Ergebnissen bei der Combine. Darüber hinaus hat er aber noch viel zu lernen. Nach Louisville kam er als Quarterback, er wurde dann nach und nach zum Pass Rusher umgeschult. An seiner Technik wird er noch arbeiten müssen, aber er bringt ein gutes Spielverständnis und eben seine Athletik mit. Den Eagles kann er als Pass Rusher bestimmt helfen, da letzte Saison neben Trent Cole kaum Pass Rush von den Linebackern kam.

 

In der zweiten und dritten Runde zogen die Eagles zwei Wide Receiver. Erster war Jordan Matthews von Vanderbilt. Er ist als Receiver sehr komplett. Groß gewachsen, tough, gute Athletik. In der ersten Runde wurde er aber nicht gezogen, weil seine Fanghände zu inkonstant sind und er noch an seinem Route Running arbeiten muss. Bei den Eagles soll er dabei helfen, den entlassenen DeSean Jackson zu ersetzen.

 

Ebenso soll Josh Huff von Oregon dabei helfen. Mit dem Ball in der Hand ist er ein Tier. Er läuft mit Härte, ist nicht leicht zu Boden zu bringen, kann aber auch Gegenspieler aussteigen lassen. Er bringt aber nicht die beste Größe mit (5‘11‘‘) und ist kein überragender Athlet. Dazu lässt er zu viele Bälle fallen und hat bei Oregon noch kein Route Running gelernt. Allerdings ist er ein Spieler, den Chip Kelly am College noch selber trainiert (und rekrutiert) hat. Er wird ihn wohl gut einschätzen können.

 

Nach einem Trade mit den Texans hatten die Eagles als nächstes den ersten Pick in der vierten Runde. Mit diesem Pick zogen sie CB Jaylen Watkins von Florida. Der nächste Athlet für die Defense. Jaylen ist der Halbbruder von Sammy Watkins, der an vierter Stelle von den Bills ausgewählt wurde. Er ist einer von drei Florida-Cornerbacks, die im Draft gemeldet waren – er wurde als einziger gedraftet. Bei den anderen beiden (Marcus Roberson und Loucheiz Purifoy) gab es Charaktersorgen, aber Watkins ist auch der beste Athlet von den Dreien. Er hat bei Florida Cornerback und Safety gespielt, muss aber noch an seiner grundsätzlichen Technik arbeiten.

 

In der fünften Runde wollte Chip Kelly den nächsten Ex-Duck für sein Team haben. Die Wahl fiel auf DE Taylor Hart. Für seine Größe ebenfalls ein guter Athlet, der aber mit miserabler Technik spielt und noch viel unausgeschöpftes Potential mitbringt. Bei den Eagles wird er sich in der Defensive-Line-Rotation hinten anstellen müssen, mit der Zeit kann er sich aber zum Starter entwickeln.

 

Anschließend zogen die Eagles noch S Ed Reynolds von Stanford und NT Beau Allen von Wisconsin. Reynolds sollte einen soliden Backup und Special Teamer geben, aber vermutlich nicht viel mehr, Allen bringt als Nose Tackle viel Potential mit, konnte dies aber noch nicht wirklich in gute Leistungen auf dem Feld ummünzen.