Heute Nacht findet die zweite Woche der Preseason ihren Abschluss mit dem Spiel der Pittsburgh Steelers bei den Washington Redskins. Wie immer haben wir uns von jedem Team drei Rookies herausgepickt, die man genauer im Auge behalten sollte. Washington Redskins: David Amerson (Second Round): Die Redskins brauchten nach der letzten Saison dringend Verstärkung in der Secondary. Nachdem in der Free Agency schon CB E.J. Biggers aus Tampa kam, legte man im Draft mit Amerson nochmal nach. Momentan spielen Biggers und Amerson in der ersten Defense, doch wenn DeAngelo Hall von seiner Knöchelverletzung zurückkommt, wird einer der beiden weichen müssen. Am College verbrannte sich Amerson mit seiner Interception-fokussierten Spielweise regelmäßig die Finger und ließ dabei viele lange Pässe zu, wenn er nach Double Moves einfach überworfen wurde. Jordan Reed (Third Round): Bei den Redskins-Tight-Ends gibt es diese Offseason ein kleines „Battle Royale“. Neben Reed kämpfen noch Fred Davis, Niles Paul, Logan Paulsen und undrafted Rookie Emmanuel Ogbuehi um Spielzeit. Reed war am College ein reiner Receiving Tight End, der Blocken nicht mal im Ansatz beherrschte. In dem Bereich sollte er mittlerweile zugelegt haben. Ebenso wird es interessant, seine Schnelligkeit zu beobachten. In Florida sah er teilweise pfeilschnell aus, bei der Combine hat er dafür einen recht langsamen 40-Yard Dash hin (4,72 Sekunden). Letzte Woche kam Reed noch nicht zum Einsatz, diese Woche soll er aber wieder fit sein. Brandon Jenkins (Fifth Round): Nach einer Lisfranc-Verletzung verpasste Jenkins seine letzte Saison bei den Florida State Seminoles. Somit fiel der Pass Rusher im Draft bis zur fünften Runde. Hinter Ryan Kerrigan und Brian Orakpo wird er in der Regular Season wohl kaum Einsatzzeit sehen, doch für die Zukunft kann er ein vielversprechendes Talent sein. Er wird zunächst Spielpraxis brauchen, was er in der Preseason gut bekommen kann. Gegen die Titans bekam er mit 30 Snaps schon die meiste Spielzeit aller Front-Seven-Spieler. Die Coaches scheinen also gewillt, ihn lernen zu lassen. Pittsburgh Steelers: Jarvis Jones (First Round): Jones wurde gedrafted, um potentiell die Nachfolge von dem abgewanderten James Harrison anzutreten. Im ersten Preseason-Spiel konnte der Outside Linebacker jedoch (noch) nicht zeigen, dass er dazu in der Lage wäre. Nur in den seltensten...
Tampa Bay Buccaneers
In unserer Saisonvorschau kommen wir nun zu der NFC South, wo die Tampa Bay Buccaneers zuerst an der Reihe sind. Schließlich hätten sie auch im Draft zuerst rangedurft, hätte es da nicht einen gewissen Darrelle Revis gegeben. Die Fragen beantwortet der selbsterklärte “Bucs-Insider” Markus. 1. Wie ist deine persönliche Einschätzung zum Johnthan-Banks-Pick und wie passt er in das Team? Antwort: Ich finde den Pick ausgezeichnet. Das Defensive Backfield beziehungsweise die Cornerback-Position im Speziellen war letzte Saison ganz klar die Schwachstelle Nummer eins des Teams. Dieses Need hat man früh (mit Darrelle Revis sogar doppelt) adressiert und hat mit Banks auch noch den idealen Spielertypen für unser Anforderungsprofil gefunden: Er ist ein großer, starker Press-Coverage Corner, der sowohl auf der Nickel- als auch auf der Outside Position Erfahrung hat. Dazu hat er einiges an Erfahrung (vier Jahre im College) gegen gute Receiver vorzuweisen und passt auch charakterlich perfekt zur Philosophie des Teams. 2. Mike Glennon wurde vermutlich verpflichtet, um Druck auf Starter Josh Freeman auszuüben. Wie groß sind seine Chancen, tatsächlich zum Starter aufzusteigen? Antwort: Ich denke nicht, dass Glennon in erster Linie verpflichtet wurde um Druck auf Freeman auszuüben. Ich denke eher, dass er als Absicherung für den Fall, dass Freeman nicht der erhoffte Franchise QB ist, dienen soll. Freeman steht nach einigen Ups and Downs in den letzten Spielzeiten ziemlich auf der Kippe – obwohl das rational betrachtet schon ziemlich hart ist, nachdem er letzte Saison Franchise Rekorde bei den Passing Yards und Touchdowns gebrochen hat. Aber nichts desto trotz hat er eben auch immer wieder seine schlechten Momente. Und ich denke, falls die überwiegen, hat man für die nächste Saison mit Glennon einfach schon eine Absicherung in der Hand, der das System schon kennt und trotzdem ein vielversprechender junger Spieler ist. Dennoch denke ich nicht, dass Glennon in der nächsten Saison realistische Chancen auf den Starterposten hat (eine etwaige Verletzung von Freeman einmal ausgenommen). 3. Welcher Rookie wird vermutlich die meiste Spielzeit bekommen? Antwort: Ich denke, dass Banks die meiste Spielzeit bekommen wird. Ich erwarte ihn eigentlich als Starter auf der gegenüberliegenden Seite von Revis, mit Leonard Johnson im Slot. Kann aber auch sein, dass Johnson am Anfang den Outside-CB...
Preseason: Anders, aber wichtig!
Die Preseason – für die meisten Football-Fans ein unnötiges Übel, dass so schnell wie möglich verkürzt gehört. Und doch haben die vier Spiele, die jedes Team vor Beginn der Regular Season spielen muss (fünf, wenn man im Hall of Fame Game ran darf), ihre Daseinsberechtigung. Man muss sich bloß vor Augen führen, was die Preseason ist – es sind Vorbereitungsspiele auf die reguläre Saison. Entsprechend braucht man bei einem Preseason-Spiel eine andere Herangehensweise, als bei einem Spiel in der Regular Season. Denn Preseason ist anders und dennoch wichtig. Wie anders, werde ich nun versuchen aufzuführen und dabei auch ein paar Beispiele aus der (jüngeren) Preseason-Geschichte der Cowboys bringen. Zu der Wichtigkeit komme ich dann später. 1. Es wird nur mit eingeschränkter Taktik gespielt. Die Coaches begeben sich hier auf ein sehr dünnes Drahtseil. Denn zum einen ist die Preseason die ideale Zeit, um neue taktische Finessen auszuprobieren oder einzustudieren, doch gleichzeitig gibt man dadurch den Scouts und Coaches anderer Teams die Möglichkeit, sich diese neuen Taktiken anzugucken und Gegenmaßnahmen zu erdenken. Entsprechend halten sich Coaches eher zurück, versuchen, nur Standard-Spielzüge spielen zu lassen. Als Beispiel gibt es die Cowboys vor der Saison 2010. In der Preseason spielten sie gegen die Texans und wurden mit einer deftigen 7-23 Klatsche wieder nach Hause geschickt. Aus den ersten acht Spielen der Regular Season konnten die Cowboys dann gerade mal eines gewinnen – gegen die Texans. Und das auch recht deutlich mit 27-13. Nach dem Spiel gaben dann die Cowboys an, wie sie das Preseason-Spiel weitestgehend abgeschenkt haben, während die Texans ein bisschen was ausprobiert haben. Daher konnten sich die Cowboys eine Taktik überlegen, um gegen die Texans erfolgreich zu sein, während die Texans ihrerseits überrascht wurden. 2. Die Coaches wollen die Spiele nicht unbedingt gewinnen, sondern wollen sehen, wie sich ihre Spieler in bestimmten Situationen machen. Gerade für junge Spieler ist die Preseason wichtig. Sie können im Training noch so viel Gas geben, solange sie nicht auf dem Spielfeld zeigen, was sie draufhaben, werden sie es kaum ins Team schaffen. Das wissen natürlich auch die Coaches, was dazu führen kann, dass bestimmte Spielsituationen künstlich erzeugt werden, auch wenn dadurch die Siegchancen verringert werden. Beispiel: Zu...
New England Patriots
Um die AFC East abzuschließen, fehlt uns nur noch ein Team: Die New England Patriots. Patriots-Fan Jimmy, der sich gerne hinter dem Künstlernamen brady12 versteckt, hat unsere Fragen beantwortet. 1. Wie ist deine persönliche Einschätzung zum Jamie-Collins-Pick und wie passt er in das Team? Antwort: Ich habe nicht wirklich mit dem Pick gerechnet, bin aber trotzdem zufrieden damit! Die Linebacker der Patriots hatten vergangene Saison häufig Probleme, Tight Ends oder Halfbacks, die aus dem Backfield durchstarteten, zu decken. Hier kann Collins sofort helfen. Außerdem ist er kein schlechter Pass-Rusher (10 Sacks in der vergangen Saison) und passt gut in die flexible Pats-Defense. 2. Es gab ein munteres Wechselspiel bei den Receivern. Stallworth, Branch, Lloyd und Welker sind weg, Jenkins, Jones, Amendola und Hawkins sind da. Dazu wurden Aaron Dobson und Josh Boyce gedraftet. Wie viel wird von den Rookies im kommenden Jahr erwartet? Antwort: Von Dobson kann man einiges erwarten, ein Spielertyp wie er hat zuletzt gefehlt. Ich denke, er wird sich den Starting Job als Outside-WR sichern und mit Tom Brady als QB nochmal einen Sprung machen. Boyce wird eher in Sub-Packages zum Einsatz kommen. 3. Welcher Rookie wird vermutlich die meiste Spielzeit bekommen? Antwort: Aaron Dobson. 4. Von welchem undrafted Free Agent erwartest du am meisten? Antwort: Der beste Spieler ist wohl P Ryan Allen, aber Mesko war eigentlich sehr solide und zuverlässig in den letzten Jahren. Könnte eng werden zwischen den beiden. Es würde mich nicht wundern wenn die Pats mit einem neuen Punter in die Saison gehen. TE Zach Sudfeld und WR Kenbrell Thompkins haben bisher überzeugt und werden es wahrscheinlich auch in den Kader schaffen. Ich denke mal, WR T.J. Moe hätte ebenfalls gute Chancen gehabt, hat sich aber leider verletzt. 5. Welcher Draft Pick deines Teams hat dich am meisten begeistert? Antwort: Ich antworte mit einem Video. 😉 6. Welcher Rookie aus 2012, der bisher etwas unter dem Radar geflogen ist (höchstens zwei Starts), könnte 2013 den Durchbruch schaffen? Antwort: DE Jake Bequette, der vorige Saison enttäuscht hat, könnte heuer mehr Spielzeit als Situational Pass-Rusher bekommen. Einer seiner Konkurrenten ist DE Justin Francis, der in den letzten Spielen der vergangenen Saison schon...
Preseason Week 2: Saturday’s Rookies to watch
Viele, viele interessante Spiele wird es in der kommenden Nacht geben. Insgesamt sechs Stück. Eines davon habe ich vor einer Woche schon als den Our-Quarterbacks-Suck-Bowl bezeichnet. Und genau dieses Spiel wollen wir uns heute genauer anschauen: Jaguars gegen Jets. Christian betrachtet die Jets, Roman die Jaguars. Und ab dafür… New York Jets: Sheldon Richardson (First Round): Während es für den anderen Rookie in der ersten Runde, Dee Milliner, so aussieht, als wenn er den Starter-Job auf der anderen Seite von Antonio Cromartie sicher hat, muss Richardson noch etwas kämpfen. Dazu wird es interessant sein, wie er die nominelle Umstellung auf Defensive End schafft. Im College spielte er in einer 4-3. Viele Experten waren überrascht, dass die Jets sich für ihn und gegen Star Lotulelei und Sharrif Floyd entschieden. Mit diesem Spiel könnte er seine Position als Starter festigen. Oday Aboushi (Fifth Round) und die Rookies der Offensive Line: Aboushi ist im Moment noch als Tackle gelistet, es bleibt aber abzuwarten, ob es dabei bleibt. Er ist Teil von gleich drei Offensive-Line-Spielern, die die New Yorker drafteten. Vielleicht kann er sich als Starter auf Right Tackle schieben, im Moment sieht es noch nach einer Rolle als Back Up aus. Von Brian Winters (Third Round) wurde da schon mehr erwartet. Doch nach einem eher mauen Camp und einer Verletzung hat er es im Moment sehr schwer. Der Dritte im Bunde ist William Campbell (Sixth Round). Dieser könnte vom langsamen Start von Brian Winters profitieren und sich seinerseits im Depth Chart nach oben Arbeiten. Zach Rogers (Undrafted): Mal wieder eine Preview und mal wieder ein Rookie Wide Receiver im Blickpunkt, der seine College Karriere bei den Tennessee Vols absolvierte. Rogers gefiel in Knoxville durch sichere Hände, saubere Routen und enorme Spielintelligenz. Im ersten Spiel fing er zwei Pässe, davon ein Touchdown. Ich traue ihm zu, als Slot Receiver den Kader zu machen und sich in einer Danny-Amendola-Rolle wieder zu finden. Je schneller er das NFL System lernt, desto mehr wird er spielen. Im Duell mit den Jaguars sollte er Dank guter Leistungen einige Snaps sehen. Jacksonville Jaguars: Luke Joeckel (First Round): Im Gegensatz zu Eric Fisher, der bei den Chiefs ein...
Miami Dolphins
Heute kommen wir zu dem Team, das nach Meinung von Ryan Tannehill in der AFC South spielen müsste, aber dennoch der AFC East angehört: Die Miami Dolphins. Unsere Fragen hat Christoph Biermann beantwortet. 1. Wie ist deine persönliche Einschätzung zum Dion-Jordan-Pick und wie passt er in das Team? Antwort: Ich mag den Pick, da ich Jordan als besten Defense-Spieler in dieser Draft Class gesehen habe. Er hat alle körperlichen Voraussetzungen, um mal ein überragender Pass Rusher zu werden. Man sollte die Erwartungen in der Rookie-Saison aber nicht zu hoch ansetzen, da er zum einen gerade erst von einer Schulterverletzung genesen ist und zum anderen ein völlig neues System und eine neue Rolle lernen muss. In Oregon hat er 3-4 Outside Linebacker gespielt und wurde sehr vielseitig eingesetzt (z.B. auch sehr viel Coverage). Miami spielt eine Hybrid Defense (sowohl 4-3, als auch 3-4 oder 4-2-5), da wird er sich zunächst daran gewöhnen müssen als 4-3 Defensive End zu spielen. Falls diese Umstellung gelingt, hätte man natürlich mit Dion Jordan und Cameron Wake ein Pass-Rusher-Duo das seinesgleichen sucht. 2. In Sean Smith und Vontae Davis haben die Dolphins in den letzten beiden Jahren zwei Starter auf der Cornerback-Position verloren. Mit Brent Grimes haben sie einen Ersatz mit langer Verletzungshistorie geholt. Wie schnell werden Jamar Taylor (zweite Runde) oder Will Davis (dritte Runde) bereit sein, zu starten? Antwort: Falls Brent Grimes seine schwere Verletzung (Achillessehnenriss) gut überwinden kann und ansatzweise wieder so spielen kann wie in Atlanta, ist er definitiv ein Starter. Die Dolphins spielen unter Defensive Coordinator Kevin Coyle überwiegend Zone Coverage, da passt Grimes sehr gut rein. Außerdem kommt Richard Marshall von einer Verletzung zurück, ich sehe ihn als guten Nickel CB aber nicht unbedingt als Starter. Ähnlich sieht es bei Dimitri Patterson aus. Er ist zwar bei den Coaches sehr beliebt aber wurde zuvor auch schon von mehreren Teams entlassen. Von den anderen Cornerbacks auf dem Roster (Carroll, Stanford, Pressley) halte ich nicht viel. Das heißt einer der beiden angesprochenen Rookies sollte möglichst früh in der Lage sein auf Starting-Cornerback-Niveau zu spielen. Hier würde ich eher auf Jamar Taylor setzen, der am Ende der zweiten Runde in meinen Augen ein super Pick...
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