Die Stars von morgen schon heute

Draftrückblick 2014: Buffalo Bills

Wie im Podcast machen wir auch in der Textform unseres Draftrückblicks in der AFC East weiter und beginnen dort mit den Buffalo Bills. Diese erreichten in ihrem ersten Jahr unter dem Head Coach Doug Marrone eine 6-10-Bilanz und hatten dadurch den neunten Pick in der ersten Runde. Den haben sie aber abgegeben, zusammen mit ihrem Erst- und Fünftrundenpick aus dem nächsten Jahr, um an die vierte Stelle zu kommen.   Dort wählten sie WR Sammy Watkins von Clemson. Der Receiver war offenbar der absolute Wunschspieler des Front Offices, das dem noch unerfahrenen Quarterback E.J. Manuel eine sehr gute Nummer eins geben wollte. Dafür hat man kurz danach Stevie Johnson zu den 49ers getradet. Bei den Bills sollte Watkins auch sofort zur ersten Anspielstation vor Robert Woods und Marquise Goodwin aufsteigen, da seine Konkurrenten gerade mal ein Jahr mehr Erfahrung haben und Watkins deutlich mehr Talent mitbringt. Er ist ein dynamischer Playmaker. Seine Größe ist zwar nur durchschnittlich, von der Schnelligkeit her gibt es auch noch bessere, aber er ist wendig, antrittsschnell und ein bereits sehr gut ausgebildeter Receiver. An seinem Route Running lässt sich noch arbeiten, dafür bringt er aber sehr sichere Fanghände mit.   In der zweiten Runde machten die Bills weiter mit der Strategie, ihrem Quarterback zu helfen. Sie zogen OT Cyrus Kouandjio von Alabama. Kouandjio ist von seinem Spiel her eigentlich ein Erstrundentalent, durch anhaltende Knieprobleme ist er aber in die zweite Runde gefallen. Solange er fit ist, sollte er bei den Bills aber direkt als Starter auf Right Tackle, gegenüber von Cordy Glenn, einsteigen. Mit seiner Kraft und Fußarbeit sollte er auf dieser Position keine größeren Probleme bekommen und so auch dem Laufspiel helfen können.   Nachdem sie vergeblich versucht hatten, am Ende der zweiten Runde für Carlos Hyde hochzutraden, pickten die Bills in der dritten Runde LB Preston Brown von Louisville. Ein Favorit von Christian, der durch seine Spielintelligenz und Instinkte zu bestechen weiß. An der Seite vom letztes Jahr starken Kiko Alonso sollte Brown als Mike oder Sam auflaufen können. Es bleibt aber noch abzuwarten, wie gut er sich in Coverage zurechtfinden wird. Im schlechtesten Fall haben die Bills hier aber einen guten Two-Down Linebacker gezogen.   In...

Draftrückblick 2014: Philadelphia Eagles

Im Draftrückblick nehmen wir uns das letzte Team aus der NFC East vor, die Philadelphia Eagles. Unter dem neuen Head Coach Chip Kelly hatten sie nicht den besten Start in die Saison, konnten sich aber fangen und am Ende in die Playoffs einziehen. Ihren ersten Pick hatten sie an 22. Stelle.   Diesen Pick tradeten sie aber zu den Browns, die für Johnny Manziel hochkommen wollten. Dadurch durften sie an 26 picken. Dort wählten sie einen Spieler, den einige Experten erst später gesehen hatten: OLB Marcus Smith von Louisville. Allerdings bringt er eine Eigenschaft mit, die die Eagles für ihre Defense offenbar haben wollten: Speed. Nach Clowney und Barr war er der Pass Rusher mit den besten Ergebnissen bei der Combine. Darüber hinaus hat er aber noch viel zu lernen. Nach Louisville kam er als Quarterback, er wurde dann nach und nach zum Pass Rusher umgeschult. An seiner Technik wird er noch arbeiten müssen, aber er bringt ein gutes Spielverständnis und eben seine Athletik mit. Den Eagles kann er als Pass Rusher bestimmt helfen, da letzte Saison neben Trent Cole kaum Pass Rush von den Linebackern kam.   In der zweiten und dritten Runde zogen die Eagles zwei Wide Receiver. Erster war Jordan Matthews von Vanderbilt. Er ist als Receiver sehr komplett. Groß gewachsen, tough, gute Athletik. In der ersten Runde wurde er aber nicht gezogen, weil seine Fanghände zu inkonstant sind und er noch an seinem Route Running arbeiten muss. Bei den Eagles soll er dabei helfen, den entlassenen DeSean Jackson zu ersetzen.   Ebenso soll Josh Huff von Oregon dabei helfen. Mit dem Ball in der Hand ist er ein Tier. Er läuft mit Härte, ist nicht leicht zu Boden zu bringen, kann aber auch Gegenspieler aussteigen lassen. Er bringt aber nicht die beste Größe mit (5‘11‘‘) und ist kein überragender Athlet. Dazu lässt er zu viele Bälle fallen und hat bei Oregon noch kein Route Running gelernt. Allerdings ist er ein Spieler, den Chip Kelly am College noch selber trainiert (und rekrutiert) hat. Er wird ihn wohl gut einschätzen können.   Nach einem Trade mit den Texans hatten die Eagles als nächstes den ersten Pick in der vierten Runde. Mit diesem...

Draftrückblick 2014: Dallas Cowboys

Unser Draftrückblick geht weiter durch die NFC East und wir sind bei „meinen“ Cowboys angekommen. Die Dallas Cowboys haben ihre letzten drei Saisons mit 8-8 abgeschlossen – mehr Mittelmaß geht kaum. Zu schlecht für die Playoffs, zu gut, um in den Top Ten picken zu dürfen. So durften sie auch dieses Jahr an 16. Stelle das erste Mal draften.   Dort wählte man OT/OG Zack Martin von Notre Dame. Bei den Fighting Irish hat er als Left Tackle gespielt, bei den Cowboys ist er wohl als Right Guard eingeplant. Als Offensive Tackle bringt er eigentlich alles mit, um in der NFL bestehen zu können, außer der idealen Armlänge. Daher wurde schon vor dem Draft von vielen behauptet, er wäre ein besserer Guard. Die Cowboys hatten in der letzten Saison eine bereits sehr gute Offensive Line (Rang 4 bei Pro Football Focus), mit Martin will man noch besser werden. Dazu ist durch die Verpflichtung eines weiteren jungen Spielers gesichert, dass man auch in den nächsten Jahren die Qualität aufrechterhalten kann.   Bereits Ende der ersten Runde wollten die Cowboys dann schon wieder hochtraden. Doch war kein Team gewillt, ihr Angebot anzunehmen, bzw. die Seahawks fanden das Angebot der Vikings interessanter. Anfang der zweiten Runde machten sie weiter ihre Angebote und die Redskins schlugen zu. Die Cowboys benötigten einen Nachfolger von DeMarcus Ware, der dauerhaft Druck auf den Quarterback ausüben kann. In diesem Draft hatten sie in Jadeveon Clowney, Anthony Barr und Demarcus Lawrence drei Spieler ausgemacht, die diese Rolle in ihrem System ausfüllen können. Da Clowney und Barr in den Top Ten schon weggegangen waren, bezahlten sie mit ihrem Zweit- und Drittrundenpick etwas viel, um DE Demarcus Lawrence von Boise State nicht auch noch zu verlieren. Er wird noch etwas an Masse zulegen müssen, um ein Every-Down-Spieler zu werden, kann aber schon gleich seine Sacks erzielen.   Nachdem die Cowboys in der dritten Runde keinen Pick hatten (sie versuchten vergeblich für Trai Turner hochzutraden), zogen sie in der vierten Runde MLB Anthony Hitchens von Iowa. Nachdem sich Starter Sean Lee bisher in jeder Profisaison eine andere Verletzung zugezogen hat, stellt Hitchens zunächst eine gute Absicherung dar. Dazu könnte er sich mit guten Trainingseinheiten für eine...

Draftrückblick 2014: New York Giants

Weiter geht unsere Tour der Draftanalyse in der NFC East. Heute sind die New York Giants an der Reihe. Diese sind letzte Saison mit sechs Niederlagen in Folge gestartet, bevor sie sich aufraffen konnten, um am Ende bei einer 7-9-Bilanz herauszukommen. Dadurch durften sie zuerst an zwölfter Stelle einen Spieler auswählen.   Dieser Spieler war WR Odell Beckham Jr. von LSU. Ein dynamischer Spieler, den man vielseitig einsetzen kann. Er kann Outside oder im Slot spielen, hat sichere, kräftige Fanghände und ist ein gefährlicher Returner. Sein Route Running ist noch ausbaufähig und als Blocker ist er eher durch Zurückhaltung aufgefallen. Ich war nie der größte Fan von Beckham ohne wirklich den Finger drauflegen zu können, was mich an ihm stört. Ich hatte ihn erst in der zweiten Runde gesehen. Bei den Giants soll er den abgewanderten Hakeem Nicks (jetzt bei den Colts) als Starting Receiver ersetzen. Außer Victor Cruz haben die New Yorker nur Rueben Randle, von dem der Durchbruch erwartet wird, und Mario Manningham, der immer wieder verletzt ist, keine Receiver mit Starter-Potential. Beckham sollte gleich in seiner ersten Saison eine größere Rolle spielen.   In der zweiten Runde zogen die Giants C Weston Richburg von Colorado State. Letzte Saison hatte man fast jedes Spiel mit einer anderen Offensive Line spielen müssen und Eli Manning stand permanent unter Druck. Letztes Jahr zogen die Giants schon Right Tackle Justin Pugh, dann legten sie in der Free Agency hauptsächlich auf den Guard-Spots nach. Nun soll Richburg die Mitte in den nächsten Jahren besetzen. Er besticht vor allem durch seine Beweglichkeit und Pass Protection – etwas, das Eli Manning gefallen sollte.   Die dritte Runde brachte den Giants DT Jay Bromley von Syracuse – dem gleichen College wie Pugh letztes Jahr. Letztes Jahr erzielte er für einen Defensive Tackle sehr starke 10 Sacks, an seinem Spiel wird er aber noch arbeiten müssen. Er spielt sehr inkonstant, ist bei einigen Snaps immer wieder ineffektiv. Dazu war seine Spielintelligenz, die er in den Spielen, die ich gesehen habe, an den Tag legte, nicht die beste. Er bringt eine gute Größe, Athletik und einiges an Upside mit, wird zunächst aber wohl nicht über die Rolle des Rotationsspielers hinauskommen.  ...

Draftrückblick 2014: Washington Redskins

Neben unserem Draft-Rückblick in gesprochener Form, soll es das Ganze auch für die eher hörfaulen bzw. lesefleißigen Fans des Drafts in geschriebener Form geben. Dabei behalten wir die Reihenfolge aus unserem Podcast bei und beginnen mit der NFC East und dort mit den Washington Redskins.   In der ersten Runde hatten sie keinen Pick – ein Überbleibsel des RG3-Trades von 2012. Besonders schade aus Sicht der Redskins, dass es der Second Overall Pick gewesen wäre. Man hatte zum Zeitpunkt des Trades natürlich gedacht, dass man eher um die Playoffs als um den ersten Pick spielen würde. Dumm gelaufen. Aber kommen wir zum Draft.   In der zweiten Runde kamen die Cowboys mit einem sehr guten Angebot daher und die Redskins tradeten runter. So bekamen sie einen zusätzlichen Drittrundenpick. Mitte der zweiten Runde zogen sie dann OLB Trent Murphy von Stanford. Ein aus meiner Sicht sehr überraschender Pick. Es scheint, als würde man in Washington davon ausgehen, einen ihrer beiden Starter langfristig nicht halten zu wollen. Brian Orakpo spielt kommende Saison unter dem Franchise Tag, Ryan Kerrigans Vertrag wurde dieses Frühjahr per Teamoption bis 2016 verlängert. Bedenkt man die konstant guten Leistungen von Orakpo und die Länge von Kerrigans Vertrag (und Kerrigan ist auch kein Schlechter), wird Murphy frühestens 2016 zum Starter aufsteigen. Wie Murphy in das System der Redskins passt, ist für mich das nächste Fragezeichen. Ich sah ihn eher als Defensive End in einer 4-3 Defense. In Coverage sah er bei Stanford nie gut aus. Zu hüftsteif und unbeweglich, um rechtzeitig da zu sein, wo er sein musste. Orakpo und Kerrigan haben letzte Saison beide etwa ein Achtel ihrer Snaps in Coverage gespielt – es wird also regelmäßig von ihnen verlangt. Darüber hinaus ist er ein klassischer „Overachiever“, der besser gespielt hat, als er es eigentlich ist. Seine 15 Sacks waren letzte Saison die meisten aller College-Spieler, doch kamen viele gegen Quarterbacks, die den Ball zu lange hielten, oder Offensivschemen, die keinen Blocker für ihn vorsahen. Er spielt aber immer mit hohem Einsatz und ist sehr kräftig. Um in der NFL knstant zu Sacks zu kommen, muss er aber noch daran arbeiten, seine Arme beim Pass Rush besser einzusetzen.   Zu Beginn der...

Christians Draftvorhersagen Tag 1

Kein Quarterback in den Top 7 Nach allen Quellen die ich ernst nehme, sehe ich, dass die Teams in den Top 10 auf Nummer sicher gehen werden. Ich sehe weder Manziel bei den Jags noch einen QB bei den Raiders. Am ehesten noch bei den Vikings an 8.   C.J. Mosley fällt aus den Top 15 Sehr, sehr guter Spieler, kein hoher positional Value, Mosley wird unberechtigter weise droppen. Ich sehe ihn frühestens an #21 zu den Packers.   Keine Running Backs in der ersten Runde Zugegeben keine besonders gewagte These. Aber weder der Bedarf noch der Value an Spielern ist gegeben.   Vier Offensive Tackles in den Top 12 Und zwar Robinson, Matthews, Lewan und Zach Martin. Den Run auf Offensive Lineman wird es geben, auch wenn ich ihn in dieser Draftklasse nicht erwartet hätte.   Zwei Klassische Pass Rusher in den Top 10 und dann keiner mehr bis 24 Diese beiden heißen Khalil Mack und Jaydeveon Clowney. Danach gibt es ein Dropp Off. Ich glaube weder an Barr, Ealy oder (leider) Demarcus Lawrence.   Fünf Wide Receiver oder mehr in der ersten Runde, dazu ein Tight End Und zwar in der Reihenfolge, Watkins, Evans, Beckham Jr., Lee, Cooks. Der Tight End ist Ebron.   Wir sehen keinen Trade in den Top 5 In diesem Jahr sind die 2nd und 3rd Picks durch die Tiefe der Klasse wesentlich mehr wert. Kein Team wird diese Picks riskieren.   Chiefs, Cardinals, Rams, Cowboys ziehen keinen Quarterback Selbes Argument wie eben, die Picks sind zu wertvoll und der Value wird in der zweiten Runde noch da sein.   Kein Guard in den Top 25 Kandidaten wären Xavier Su´a Filo und David Yankey wären Kandidaten. Anders als im letzten Draft haben die beiden jedoch nicht die Klasse von Chance Warmack und Johnatan Cooper.   Die erste Runde wird deutlich länger dauern als letztes Jahr Es ist davon auszugehen, dass spätestens ab dem Pick #10 die Teams sehr lange auf Trade Angebote warten werden. Viele dieser Trades werden nicht zu Stande kommen. Dennoch sehe ich ein Ende nicht vor...