Die Stars von morgen schon heute

Hall of Fame Game 2014: Rookies to watch

Es gibt endlich wieder Football! In der kommenden Nacht, um 2 Uhr unserer Zeit, beginnt die NFL Preseason 2014 mit dem alljährlichen Hall of Fame Game. Wie schon im letzten Jahr werden wir zu allen Mannschaften drei Rookies herauspicken, auf die man besonders achten sollte. Denn in der Preseason sind die Ergebnisse egal, es geht um die Spieler. Man kann das Gesamtbild ein Stück weit vergessen und sich auf den Einzelnen konzentrieren. Heute Nacht spielen die Bills und Giants gegeneinander, nachdem vor wenigen Stunden mit Andre Reed und Michael Strahan zwei Größen der beiden Teams in die Hall of Fame aufgenommen wurden. Kommen wir nun aber zu den Spielern, die in Zukunft ihre Teams zu Erfolgen führen sollen.   New York Giants Weston Richburg, Center, zweite Runde: Nach dem Ausfall von Odell Beckham ist Richburg, der am höchsten gedraftete Rookie, der für die Giants auflaufen wird. Das ist aber nicht der einzige Grund, warum er im Fokus steht. Die Offensive Line der Giants war im letzten Jahr eine einzige Katastrophe. Nach dem Karriereende von Chris Snee ist klar, dass man die komplette Interior Line austauschen wird. In der Free Agency kamen John Jerry und Geoff Schwartz für die beiden Guard-Positionen, J.D. Walton als Center. Im Draft legten die Giants aber weiter nach und holten in der zweiten Runde Richburg. Damit war er der erste Center, der im Draft wegging. Langfristig ist sicher die Erwartung, dass er zum Starter aufsteigt, dafür muss er sich aber gegen Walton durchsetzen. Andre Williams, Running Back, vierte Runde: Von Williams wurde eigentlich gar nicht so viel erwartet. Mit Rashad Jennings, David Wilson und Peyton Hillis haben die Giants drei Running Backs im Kader, die bereits in der NFL als Starter aufgelaufen sind. Da Wilson nach seiner Nackenverletzung länger ausfällt und sogar das Karriereende droht, ist Williams aber einen Platz in der Depth Chart nach oben gerutscht. Er kämpft vermutlich noch mit dem letztjährigen Siebtrundenpick Michael Cox um den Posten als dritter Running Back, von seiner Draftposition her, sollte er im Zweifel aber den Vorzug erhalten. Das Laufspiel der Giants war letztes Jahr ebenso schwach wie die Offensive Line (was ja auch immer zusammenhängt) und Williams könnte helfen, das zu...

Ein Prosit zum Ersten

Liebe Menschen, für die deutschen Leser unter den Besuchern unserer Website gibt es ja spätestens seit Sonntag Einiges zu feiern. Auch wir wollen uns in die Feierstimmung einreihen, denn unsere Website wird ein Jahr alt. Heute vor einem Jahr wurde die Seite offiziell “on” gestellt und ins Netz geschleudert. Auch andere wie der Sideline Reporter, der Hard Count, Allesaussersport, oder auch die Footballcommunity Spox haben uns geholfen, die Seite ein wenig unter die deutschsprachigen Football-Fans zu bringen. Dafür an der Stelle schon einmal vielen Dank.   Roman und ich sind ohne Erwartung an die Sache herangegangen. Er war einfach nicht in der Lage “nein” zu sagen, als ich vorschlug eine Draft-Seite zu machen. Da hatten wir den Salat, ich kann aber versichern, dass kein Alkohol im Spiel war. Das war im Mai und Dank eines guten Programmierers konnte die Seite rund sechs Wochen später starten. Wir waren und sind uns bewusst, dass wir eine Nischenseite sind. Und wir sind es gerne. Viele Ideen, aber auch für Blogger haben die Tage 24 Stunden. Wir hatten und haben dennoch eine Menge Spaß.   Speziell in den Tagen Richtung Mai, Richtung NFL Draft. Auch wenn mich #DraftTwitter teilweise richtig genervt hat, behielten wir den Spaß an der Sache. Am Ende standen in unserem Big Board 287 Spieler. Von Jadeveon Clowney bis Tyler Russell. Davor ein Jahr zwischen College und NFL Saison und der viel zu langen Zeit zwischen Februar und Mai. Dann kam der NFL Draft und drei Nächte durchreden via Livehangout. Für mich der Höhepunkt des ersten Jahres.   Zu der Website kamen dann die Podcasts die wir ab November starteten. Zunächst alle zwei Wochen, dann wöchentlich und vor dem NFL Draft täglich. Aktuell sind wir wieder im Rhythmus einen pro Woche zu machen, mal abwarten wie es ab dem Saisonstart sein wird. Insgesamt 41 im ersten Jahr. Normal ist ja Roman der Mann der Zahlen, aber heute übernehme ich das Mal. Auf der Seite hatten wir in dem einen Jahr ziemlich genau 50.000 Klicks mit dem besten Tag am Freitag den 09. Mai mit etwas über 1.300 Abrufen. 290 Posts mit gut 170 Kommentaren. Dazu kommen in etwa 22.000 Anfragen bei den Podcasts und rund...

Supplemental Draft 2014

Am Donnerstag, 13 Uhr Ostküstenzeit findet der Supplemental Draft statt. Dieser Draft gibt Spielern eine Möglichkeit, die zum Beispiel akademisch nicht in der Lage waren, an ihrer Uni zu bleiben, oder die aus anderen, meist disziplinarischen Gründen keiner College Mannschaft angehörten. Für diese Spieler gibt es dann die Möglichkeit an diesem Draft teil zu nehmen. Die NFL prüft die Anfragen und entscheidet, wer sich anmelden darf und wer nicht. Dieses Jahr hat es die NFL vier Spielern erlaubt sich anzumelden. Diese sind: Chase Clayton, Wide Reciver, ehemals New Mexiko; Darius Lipford, Linebacker ehemals North Carolina; LaKendrick Ross ehemals Virginia-Lynchburg und Traylon Snead, Running Back ehemals SMU. Roman und mir waren die Spieler nicht bekannt, wer etwas lesen will kann das bei CBS tun. Henry Hodgson hat für NFL.com einen Mock Draft erstellt. Es kommt nur selten vor, dass hohe Picks im Supplemental Draft abgegeben werden. Denn wer in diesem Draft einen Spieler zum Beispiel in Runde 2 zieht, muss im Draft 2015 seinen Pick in der zweiten Runde abgeben. Das letzte Mal als ein Team mit einem Pick in der ersten Runde einen Spieler wählte, war 1992 als die New York Giants Quarterback Dave Brown zogen. Bekanntere Spieler in der jüngeren Vergangenheit sind Josh Gordon (2012, Browns, zweite Runde), Terrelle Pryor (2011, Raiders, dritte Runde) und Ahmad Brooks (2006, Bengals, dritte Runde). Über die Ergebnisse werden wir euch natürlich hier auf unserer Seite...

Ryan Nassib vor Jahr 2

Ryan Nassib war einer meiner Lieblingsspieler im NFL Draft 2013. Ich hatte ihn auf meinem Board als zweitbesten Quarterback (hinter Geno Smith) gerankt, als late 1st Rounder. Ich neige zu einer gewissen Sturheit, gerade was Beobachtungen betrifft, was nicht heißt, dass ich nicht in der Lage bin, falsche Einschätzungen (Eric Reid, Desmond Trufant) zuzugeben.   Vor dem NFL Draft 2013 schrieb ich unter anderem über Nassib :“ Er hat in meinen Augen ein unheimlich guten Spielverständnis und keine Angst vor Druck. Er braucht nicht lange um eine Entscheidung zu treffen und den Ball zu werfen. Auf Kurzen und mittellangen Routen wirft er sehr präzise, auch seine tiefen Pässe können sich sehen lassen.[…] Speziell für Mannschaften die viel über kurze, schnelle Pässe gehen sollte er interessant sein.“   Letztlich tradeten die Giants in der vierten Runde hoch um sich seine Dienste zu sichern. Über den ehemaligen Quarterback der Syracuse Orange gab es im letzten Jahr nicht viel zu berichten. Er sah keinerlei Snaps in der Regulären Saison und kam nur in der Vorbereitung zum Einsatz. Auch das was man heuer an der ein, oder anderen Stelle laß machte nicht gerade Mut.   In den Preseason Spielen in denen er zum Einsatz kam, waren seine Statistiken nicht besonders gut. 7/19 für 114 Yards ohne Touchdown oder Interception. Doch die Statistiken erzählen auch hier nur die halbe Wahrheit. Im ersten Preseason Spiel gegen die Steelers kam er spät ins Spiel. Nach einem Sack und einer Delay of Game Strafe endete sein erster Drive mit einem Snap über seinem Kopf, den die Steelers zum Touchdown erboberten. Insgesamt stand er in diesem Spiel ziemlich unter Druck. Neben einer 29 Yard Completion waren auch zwei schwache Pässe dabei.   Auch im zweiten Spiel gegen die Colts kam er im vierten Viertel zum Einsatz, auch dort stand er massiv unter Feuer der Defense. In den Neun Pass Snaps stand er gut die Hälfte dieser unter Druck. Auch hier zeigte er gute Ansätze, hatte aber auch Probleme mit der Präzision. Einen etwas besseren Eindruck konnte man im letzten Vorbereitungsspiel gegen die Patriots gewinnen. Dort kam er schon im zweiten Abschnitt rein, was seine Pocket deutlich verbesserte. Manche seiner Pässe blieben zu kurz...

Draftrückblick 2014: San Diego Chargers

Das vorletzte Mal gibt es unseren Draftrückblick 2014. Heute sind die San Diego Chargers an der Reihe – Christians Team. Diese rutschten am letzten Spieltag durch einen Sieg, beziehungsweise durch ein verschossenes Field Goal von Chiefs-Kicker Ryan Succop in die Playoffs ein. Dort schlugen sie in der ersten Runde die Cincinnati Bengals, um in der Divisional Round gegen die Denver Broncos auszuscheiden. In der ersten Runde des Drafts hielten sie den 25. Pick.   Mit diesem wählten sie CB Jason Verrett von Texas Christian (TCU). Schon vor dem Draft hatte Christian Verrett als einen seiner Wunschspieler für die Chargers genannt. Verrett ist nur 5‘9‘‘ groß, ansonsten aber ein verdammt guter Cornerback. Wäre er zwei bis drei Zoll größer, wäre er vermutlich der erste Cornerback in diesem Draft gewesen. So fiel er aber ans Ende der ersten Runde und die Chargers dürfte es freuen. Er ist ein extrem vielseitiger Cornerback, der in Press-Man, Off-Man oder Zone Coverage spielen kann, er ist gut gegen den Lauf und ein sehr guter Athlet. Ein wenig macht er seine geringe Größe durch seine starke Sprungkraft wett. Eine Konstante in der letzten NFL-Saison war Christian, der sich jeden Sonntag über die löchrige Pass-Abwehr der Chargers aufregte. Ein Eric Weddle macht noch keinen Frühling, oder so ähnlich. Entsprechend sollte Verrett gleich von Beginn an viel Einsatzzeit sehen. Im schlechtesten Fall sehe ich in ihm einen sehr guten Slot-Cornerback. Dazu hat er neuerdings in Brandon Flowers (ist auch 5‘9‘‘) einen Mitspieler, der ihm wunderbar erklären kann, wie man als kleiner Cornerback in der NFL Erfolg hat. Aus meiner Sicht ein sehr guter Pick, bei dem Need auf Value trifft.   In der zweiten Runde sind die Chargers dann nach oben getradet. Um von 57 auf 50 zu kommen, gaben sie ihren Viertrundenpick ab. Mit ihrem neu erworbenen Pick zogen sie OLB Jeremiah Attaochu von Georgia Tech. Am College spielte Attaochu zu Beginn als Outside Linebacker in einer 3-4 Defense, im letzten Jahr wechselte die Defense auf eine 4-3 und Attaochu auf Defensive End. Beim Senior Bowl sollte er dann auch als End auflaufen (es wird die ganze Zeit in einer 4-3 gespielt), lehnte das aber ab, um sich als Linebacker zu präsentieren....

Draftrückblick 2014: Kansas City Chiefs

Unser Draftrückblick geht weiter durch die AFC West und ist bei den Kansas City Chiefs angekommen. Diese erreichten zwar den zweiten Platz in der Division, schieden dann aber in der ersten Runde gleich gegen die Colts in einem irren Spiel aus. Nachdem die Defense zu Saisonbeginn bärenstark aussah, begann sie im Saisonverlauf, gegen stärkere Gegner, immer mehr zu bröckeln. Besonders schwerwiegend war zum Ende der Saison hin der Ausfall von Pass Rusher Justin Houston, er in elf Spielen elf Sacks erzielen konnte. In der ersten Runde des Drafts hatten die Chiefs den 23. Pick.   Mit diesem wählten sie OLB Dee Ford von Auburn. Am College hat er als Defensive End in einer 4-3 Defense gespielt, in der 3-4 der Chiefs wird er ein Outside Linebacker sein. Er ist etwas kleiner (6‘2‘‘) mit recht kurzen Armen und lebte am College von seiner Antrittsschnelligkeit. Technisch wurde bisher nicht viel von ihm erwartet, da er als Left End gegen die eher langsameren und hüftsteiferen Right Tackles der Offense antrat. Mit seiner Explosivität vom Snap weg, kam er schnell beim Quarterback an, während seine Gegenspieler noch dabei waren, ihre Füße zu sortieren. In der NFL wird er es nicht so einfach haben. Er muss noch sehr an seiner Technik, seinen Pass Rush Moves arbeiten, will er in der NFL ein erfolgreicher Pass Rusher sein. Dazu wird er lernen müssen, in Coverage zu spielen, was er am College nicht gemacht hat. Auch wenn er eine sehr starke Athletik besitzt, ist Ford im Moment ein sehr eindimensionaler Pass Rusher, der zusätzlich etwas klein geraten ist. Daher kam mir der Pick in der ersten Runde klar zu früh. In Kansas City wird er zunächst nur den Backup hinter Tamba Hali und Justin Houston geben, allerdings zieht man keinen Spieler in der ersten Runde, wenn man denkt, dass er auf lange Sicht immer ein Backup bleiben wird. Im nächsten Jahr läuft der Vertrag von Houston aus. Die Chiefs haben nicht besonders viel Cap Space, weshalb man wohl entweder den Vertrag mit Houston nicht verlängern will oder dann den mit Hali auflösen möchte. Halis Vertrag läuft in zwei Jahren aus und die Chiefs würden bei seiner Entlassung neun Millionen Dollar unter der...