Die Stars von morgen schon heute

Die Ausbildungsstaaten

Nach unserem letzten Podcast wurden wir von unserem Leser/Hörer Caelum auf einen Artikel auf SB Nation hingewiesen, in dem die Anzahl der „Blue Chip“-Recruits (BCR) seit 2013 aus allen Bundesstaaten aufgelistet wird. Traditionell gelten Texas, Florida und Kalifornien las die talentreichsten Staaten, wenn es um High School Football Recruits geht. Dieser Bericht scheint dies zu bestätigen. Schließlich kommen 654 der insgesamt 1657 BCR (ca. 39,5 %) aus diesen drei Staaten. Wer sich in seinem Leben aber ein wenig mit den USA auseinandergesetzt hat, der weiß, dass diese drei Staaten auch die bevölkerungsreichsten sind. Es ist also wenig verwunderlich, dass die meisten BCR dorther kommen, wo die meisten Menschen leben. Als mathematisch geprägter Mensch kommt für mich natürlich gleich die Frage auf: Welcher Staat ist wirklich der beste, wenn es darum geht, BCR hervorzubringen. Das herauszufinden ist relativ einfach. Davon ausgehend, dass Alex Kirshner bei der Recherche seines Artikels keinen Fehler begangen hat, habe ich seine Zahlen bezüglich der BCR übernommen. Die Bevölkerungszahlen der einzelnen Bundesstaaten habe ich dieser Liste entnommen. Dadurch lässt sich einfach errechnen, wie viele BCR jeder Bundesstaat in den letzten 5 Recruiting-Klassen pro eine Million Einwohner hervorgebracht hat. Das Ergebnis kann man in der folgenden Tabelle sehen (District of Columbia wird dabei als 51. Staat gezählt):     Platz State Blue Chip Einwohner BCR pro Mio. Einwohner 1 District of Columbia 15 697012 21,52 2 Louisiana 74 4714192 15,70 3 Georgia 141 10450316 13,49 4 Mississippi 38 2990113 12,71 5 Alabama 59 4884115 12,08 6 Florida 226 21002678 10,76 7 Texas 229 28449186 8,05 8 Hawaii 10 1454295 6,88 9 Ohio 79 11646273 6,78 10 Virginia 57 8492783 6,71 11 Tennessee 44 6705339 6,56 12 Maryland 36 6068511 5,93 13 South Carolina 28 5030118 5,57 14 Oklahoma 20 3974794 5,03 15 Arkansas 15 3000942 5,00 16 California 199 39849872 4,99 17 North Carolina 51 10247632 4,98 18 New Jersey 41 8996351 4,56 19 Utah 14 3098761 4,52 20 Nevada 13 2995973 4,34 21 Indiana 24 6663280 3,60 22 Michigan 35 9935116 3,52 23 Pennsylvania 44 12819975 3,43 24 Arizona 24 7026629 3,42 25 Illinois 37 12815607 2,89 26 Washington 18 7384721 2,44 27 Oregon 10 4144527 2,41 28 Iowa 7 3152735...

Senior Bowl 2017 #3

Das NFL Network streamt Mittwoch und Donnerstag fünf Stunden zwischen 19:00 Uhr und 24:00 Uhr deutscher Zeit die Trainingsessions des Senior Bowls. Wer vergangene Trainings sehen will kann im Player auf Dienstag 20:00 bzw. sonst 19 Uhr Uhr zurück spulen. Meine Notizen beziehen sich auch dementsprechend auf diese Coverage. Mehr zur Bedeutung der All Star Games gibt es hier, meine Notizen zu Tag 1 hier und zu Tag 2 hier : Am Donnerstag, dem letzten Trainingstag war das Nord Team als erstes auf dem Platz. Das Spiel findet am Samstag um 21:30 statt und wird vom NFL Network übertragen. Nord Team Quarterbacks: Der beste der Woche war für mich Nathan Peterman (Pittsburgh), auch wenn auch bei ihm längst nicht alles funktionierte. Sefo Liufau (Colorado) hatte besonders Under Center Probleme, C.J. Bethard bekam keine Konstanz in seine Präzision. Peterman scheint zumindest die Tools und die Fähigkeit von Progression Reads zu haben, wobei es auch für ihn keine überragende Woche war. Von den Running Backs habe ich auch am Donnerstag wenig gesehen. Immerhin war bemerkenswert wie sehr Fullback Sam Rogers (Virginia Tech) sich in Pass Protection verbessert hat. Wide Receiver: Dritter guter Tag für Cooper Kupp (Eastern Washington) und Zay Jones (East Carolina). Positiver Tag auch für Trent Taylor (Louisiana Tech). Er ist mit 5’7 ½ ” recht klein für einen Wideout, fing aber auch gestern fast alles und findet sich in Zone Coverage sehr gut zurecht. Tight Ends: Mike Roberts (Toledo) hatte einige gute Snaps in Pass Protection. Offensive Line: Dion Dawksin (Temple) sah außen besser als innen, Adam Bisnowaty (Pittsburgh) Innen, auf Guard besser als außen. Dan Feeney (Indiana) hatte als Guard einige gute Reps als Center. Die etatmäßigen Center Tyler Orlosky (West Virginia) und Kyle Fuller (Baylor) hatten eher Probleme. Front Seven: Generell war die Defense des Nordens, speziell in den Team Drills die bessere Einheit. In den Pass Rush Drills sammelte Vince Biegel (Wisconsin) einige Pluspunkte.; Erneut ein starkes Training hatte Temple Linebacker Haason Reddick. Defensive Backs: Desmond King (Iowa) war gut in Coverage, ebenso Rasul Douglas (West Virginia).   Süd Team Es war eine komische Trainingseinheit, die nur sehr wenige und kurze Intensive Phasen hatte. Somit sind es auch deutlich weniger...

Senior Bowl 2017 #2

Das NFL Network streamt Mittwoch und Donnerstag fünf Stunden zwischen 19:00 Uhr und 24:00 Uhr deutscher Zeit die Trainingssesions des Senior Bowls. Wer das Training vom Dienstag/ Mittwoch sehen will kann im Player auf Dienstag 20:00 bzw. 19 Uhr Uhr zurück spulen. Meine Notizen beziehen sich auch dementsprechend auf diese Coverage. Mehr zur Bedeutung der All Star Games gibt es hier, meine Notizen zu Tag 1 hier: Am heutigen Mittwoch war das Nord Team als erstes auf dem Platz   Nord Team Quarterbacks: Sefo Liufau (Colorado) hatte erneut mit seinem Ballplacement Probleme, auch wenn nicht alle Drills QB freundlich sind. C.J. Bethard (Iowa) sah etwas besser aus, Nathan Peterman (Pitt) machte einen ordentlichen Eindruck Von den Running Backs gab es kaum verwertbares zu sehen, aber Corey Clement (Wisconsin) zeigte erneut, dass er cutten kann. In Pass Protection hatten ausnahmslos alle Running Backs Probleme und gegen die Linebacker in den meisten Fällen das Nachsehen. Wide Receiver: Cooper Kupp (Eastern Washington) und Amara Darboh (Michigan) überzeugten erneut. Ich habe von Kupp noch kein Tape gesehen, aber seine Routen sind Klasse, außerdem gute Fangtechnik. Darboh wirkt wie der Possesion Receiver schlechthin. Sehr gute Body Control, großer Catchradius. Er wird einem Team in jedem Fall weiter helfen. Tight Ends: Alle drei Tight Ends hatten als Blocker keine Probleme, besonders Johnnu Smith (FIU) fiel positiv auf. Paul McRoberts (Toledo) merkt man seine großen Hände (11 5/8 Inches) an, toller Catchradius Offensive Line: Tyler Moton (Western Michigan) dominierte als einziger OT den zweiten Tag in Folge in den 1 on 1s. Center Tyler Orlowsky (WVU) zeigte eine tolle Base in Pass Protection. Adam Bisnowaty (Pittsburgh) hatte erneut mit Inside Moves Probleme, steigerte sich aber insgesamt. Defensive Line: Isaac Rochell (Notre Dame) ist wohl schon jetzt einer der Gewinner der Woche, sehr explosiv und viele Wege zum Quarterback zu kommen. Erstmals positiv trat für mich auch Ohio Edge Rusher Tarell Basham auf. Er bekam auch in NFL Network einiges an Lob Linebacker: Gewinner des Tages, positionsübergeifend war beim Norden Haason Redick (Temple). Er hatte einige sehr gute Snaps in Pass Coverage und schlug im Pass Rush Drill mehrfach die Running Backs Defensive Backs: Ein Spieler, den ich mir anschauen möchte ist...

Senior Bowl 2017 #1

Das NFL Network streamt Mittwoch und Donnerstag fünf Stunden zwischen 19:00 Uhr und 24:00 Uhr deutscher Zeit die Trainingssesions des Senior Bowls. Wer das Training vom Dienstag sehen will kann im Player auf Dienstag 20:00 Uhr zurück spulen. Meine Notizen beziehen sich auch dementsprechend auf diese Coverage. Mehr zur Bedeutung der All Star Games gibt es hier:   Süd Team Quarterbacks: Für den Süden Süden spielen Davis Webb (Cal); Joshua Dobbs (Tennessee) und Antonio Pipkin (Tiffin, Division II). Den vollständigen Kader des Südens findet ihr hier Webb zeigte erneut seinen starken Arm, allerdings auch erneut sein problematisches Ballplacement. Selbiges gilt für Dobbs. Pipkin ist die Definition von „Raw“. Technisch hat er etliche Bereiche zu verbessern und man merkt, dass er bei Tiffin auch viel gelaufen ist. Die Tatsache, dass er knapp unter 6’1” groß ist, wird für einige Teams ein Ausschlusskriterium sein. Von den Wide Receivern und Tight Ends sah man am ersten Tag wenig. O.J. Howard (Alabama) machte jedoch mit mehreren tollen Catches auf sich aufmerksam. South Alabama Tight End Gerald Everett ist wohl jetzt schon mehr als ein Sleeper. Seine Athletik ist selbst in einer solchen Trainingseinheit sichtbar. Clemson Receiver Artavis Scott und North Carolina Receiver Ryan Switzer überzeugten mit ihren Movement Skills. Mit Antonio Garcia (Troy) und Forrest Lamp (Western Kentucky) sind zwei recht hoch gehypte Prospects beim Senior Bowl dabei. Garcia hat lange Arme, wurde jedoch in den 1 on 1 Drills mehrfach aufgrund schwacher Technik, insbesondere Overextension verbraten. Lamp sah innen besser aus als außen. Mit einer Armlänge unter 32 Inches sollte er ohnehin auf Guard rücken. Bei den Guards fielen Nico Siragusa (San Diego State) und Dorian Johnson (Miami) positiv auf. Auch Center Ethan Pocic (LSU) gewann die Mehrzahl seiner Drills. In der Defensive Line wussten vor allem zwei Spieler aus der SEC zu überzeugen. Montravious Adams (Auburn) ist sehr beweglich für einen Spieler mit 308 lbs. Dashdon Hall „Der Andere Defensive End Texas A&M“ hat einen tollen get off und zeigte mehrere unterschiedliche Moves. UCLA D Liner Eddy Vanderdoes hat eine tolle Athletik, wurde aber aufgrund seiner Technik öfter von Olinern kontrolliert. Von den Defensive Backs sammelten vor allem Tre´ Davious White (LSU) Pluspunkte. Er ließ es...

Erster Eindruck, Davis Webb

Davis Webb, Quarterback, California, Senior, 6’5” 230lbs, Rückennummer 7   Spielertyp nach dem ersten Eindruck: Arm Talent, Pocket Grade nach dem ersten Eindruck: 5,4 (Stand 13.01.17)   Davis Webb kam als Transfer von Texas Tech zu den Cal Bears. Die Red Raiders spielen die klassische Air Raid Offense und Cal eine Abwandlung davon. Webb hat einen sehr starken Wurfarm, wird aber hinsichtlich seiner Technik und seiner Entscheidungen noch einiges an Entwicklungszeit brauchen.   Was er gut macht: 6’5” ist sicherlich groß genug für einen Quarterback Starker Wurfarm Schnelle Release Wirft gerne, und auch durchaus erfolgreich, tiefe Routen an Er hat pro Spiel immer 2 bis 3 Highlight Würfe im Repertoire Präzision ist prinzipiell auf einem ordentlichen Level   Wo er noch Probleme hat: Technik, insbesondere bei den Schritten direkt nach dem Snap Bear Raid Spread Offense Wirft nur mit dem Arm und setzt seinen Körper viel zu wenig dazu ein, den Wurf zu unterstützen Hängt sehr lange an einem Read Reagiert sehr spät auf Druck Seine Reads sind oft sehr simpel. Erste Option, dann Check Down Sein Ballplacement, insbesondere auf kurzen Routen ist wenig konstant Seine langen Pässe hängen hin und wieder in der Luft, was geschlagenen Defensive Backs Zeit gibt, wieder an den Receiver zu kommen.   Zwischenfazit: Webb ist meiner Meinung nach ein klarer Development Quarterback mit guten Tools. Als Spielmacher hat er jedoch noch viel zu lernen und die Tatsache, dass er aus der Bear Raid Offense kommt, schadet ihm auch eher. Dennoch sollte ein Team mit einem etablierten, aber vielleicht alternden Starter ihm eine Chance im Draft geben....

Erster Eindruck, Avery Gennesy

Avery Gennesy, Offensive Tackle, Texas A&M, Senior, 6’5”, 315lbs, Rückennummer 65   Spielertyp nach dem ersten Eindruck: Perfekt für ein Zone Heavy Scheme Grade nach dem ersten Eindruck: 2,9 (Stand 02.12.16)   Gennesy [sprich Tschi – ni – si] ist ein weiterer Senior Offensive Tackle und er ist aktuell derjenige, der mir bis zum heutigen Tag am besten gefallen. Das hat vor allem damit zu tun, dass seine Füße und seine ersten Bewegungen nach dem Snap sehr flüssig und beweglich sind. Er wäre perfekt für Teams die sich stark auf Zone Blocking im Laufspiel verlassen.   Was er gut macht: Beweglichkeit und Schnelligkeit der Füße Basis und Positionierung im Passspiel Spielintelligenz Explosivität und erster Schritt nach dem Snap Kick Back sind meistens technisch sauber Blocking Winkel im Laufspiel kommt auf das Second Level   Wo er noch Probleme hat: Muss an Kraft und Masse zulegen Im Oberkörper nicht ganz so beweglich Probleme, wenn er Redirecten muss Müsste Blocks länger und intensiver halten Neigt beim ersten Impact dazu, sich zu stark in den Gegner zu lehnen und das führt hin und wieder zu overextension Probleme, wenn der Gegner ein niedriges Pad Level hat.   Zwischenfazit: Gennesy hat eine Menge Potential, ist jedoch noch nicht da, wo er sein müsste um in der NFL zu starten. Seine Athletik und seine recht gute Koordination macht in besonders für Zone Heavy Teams...