Die Stars von morgen schon heute

Preseason Week 1: Thursday’s Rookies to watch

Heute geht die Preseason richtig los! In der Nacht auf Freitag werden sechs Spiele stattfinden. Von denen haben wir von DerDraft uns eines herausgepickt, aus dem wir jeweils drei Rookies beider Mannschaften vorstellen wollen – um 3 Uhr unserer Zeit spielen die Denver Broncos bei den San Francisco 49ers.     Denver Broncos   Montee Ball (Second Round): Montee Ball hat bei Wisconsin bewiesen, dass er ein Every Down Back sein kann. Nach der Entlassung von Willis McGahee und den bisher eher enttäuschenden Leistungen von Knowshon Moreno und Ronnie Hillman dürfte Ball die gleiche Rolle auch bei den Broncos gleich einnehmen dürfen. Wichtig sind hierbei seine Fähigkeiten im Passspiel. Wie gut ist er als Receiver, wie gut sein Pass Blocking?   Quanterus Smith (Fifth Round) Nach dem Fax-Gate Abgang Elvis Dumervils waren die Broncos auf der Suche nach einem neuen Pass Rusher gegenüber von Von Miller. In der Free Agency holte man zwar den Ex-Charger Shaun Phillips. Doch der ist mit seinen 32 Jahren nicht mehr der Jüngste. Dazu besteht immer noch die Wahrscheinlichkeit, dass Miller die ersten vier Spiele der Saison gesperrt wird. Es spricht also einiges dafür, dass Smith in seinem Rookie-Jahr viel Einsatzzeit sehen wird. In der kommenden Nacht steht der erste Test seiner Fähigkeiten auf NFL-Level an.   Zac Dysert (Seventh Round): Hinter den Quarterbacks Peyton Manning und Brock Osweiler wird Dysert, sollte sich niemand verletzen, wohl kaum Einsatzzeit sehen. Dennoch kann der Spielmacher aus der kälteren Version Miamis (in Ohio) heute auf sich aufmerksam machen und so einen Grundstein für eine spätere Karriere als Starter bei den Broncos oder eben woanders legen.     San Francisco 49ers   Eric Reid (First Rounder): Dashon Goldson hat sich für das größere Geld in Tampa entschieden und hat auf der Safety-Position einen offenen Starter-Posten hinterlassen. Zwar hat man in Craig Dahl einen neuen Safety aus St. Louis verpflichtet, doch war dieser wohl nur als Starter vorgesehen, sollte man im Draft keine geeignete Alternative finden. Und diese kam in der ersten Runde in Form von Eric Reid. Es wird spannend zu sehen, wie er mit der gestiegenen Konkurrenz in der NFL zurechtkommt. Mit seinen Fähigkeiten als Tackler dürfte es weniger Probleme geben, doch...

Lamarcus Joyner

  Lamarcus Joyner, S, Florida State    Klasse  Senior  Geburtsdatum  27.11.1990  Größe  5‘8‘‘ (1,73 m)  Gewicht  184 lbs. (83 kg)  Bewertung  Runde 2   Workout-Ergebnisse    40-Yard Dash    Bench Press    Broad Jump    Vertical Jump    20-Yard Shuttle    3-Cone Drill     Übersicht   Stärken Ist verdammt schnell. Ist ein guter „read & react“-Spieler. Kann gut tacklen. Hat gute Fanghände. Besitzt die Flexibilität, auch Cornerback zu spielen. Ist ein sehr gefährlicher Returner.   Schwächen Bekommt bei seiner Größe Probleme mit hohen Bällen. Spielt oft zu aggressiv – geht auf den Kill Shot, statt ein sicheres Tackle zu setzen, oder schießt am Gegner vorbei. Könnte eine bessere Antizipation haben.   Einschätzung Joyner ist ein etwas klein gewachsener Safety, der mit seiner Schnelligkeit und Aggressivität einen großen Bereich abdecken kann. Dabei wäre es aber schöner, wenn er mit mehr Spielverständnis agieren würde, um nicht immer erst im letzten Moment angerauscht zu kommen. Für mich ist er eine etwas bessere Version von Tyrann Mathieu (kleiner, schneller Safety/Corner mit Return-Skills). Roman...

Antone Exum

Antone Exum, CB, Virginia Tech    Klasse  RS Senior  Geburtsdatum  27.02.1991  Größe  6‘0‘‘ (1,83 m)  Gewicht  213 lbs. (97 kg)  Bewertung  Runde 3-4   Workout-Ergebnisse    40-Yard Dash  4,59 s  Bench Press  17 reps  Broad Jump  117”  Vertical Jump  35”  20-Yard Shuttle  4,13 s  3-Cone Drill  7,05 s   Übersicht   Stärken Ist groß und kräftig. Spielt sehr aggressiv. Ist ein harter Hitter. Gut in Press Coverage. Gute Übersicht in Zone Coverage. Macht oft Plays, wenn er den Ball sieht.   Schwächen Besitzt eine eher durchschnittliche Schnelligkeit. Übertreibt es teilweise mit der Aggressivität. Vergisst beim Tackling gerne die Technik. In Off Coverage nicht so gut. Ist in Man Coverage zu sehr auf den Gegenspieler fixiert und sucht nicht den Ball – das führt immer wieder zu Pass-Interference-Strafen. Könnte manchmal schneller reagieren.   Einschätzung Bis 2011 hat er noch Safety gespielt und die Unerfahrenheit als Cornerback sieht man ihm an. Die Fähigkeit, den Quarterback zu beobachten und gleichzeitig seinen Gegenspieler nicht zu verlieren, besitzt er (noch) nicht. Vielleicht könnte er in der NFL wieder zurück auf Safety gesetzt werden – die körperlichen Voraussetzungen hätte er dafür. Einen Mittrundenpick dürfte er wert sein. Roman...

Baltimore Ravens

Zum Abschluss der AFC North betrachten wir den aktuellen Super Bowl Champion, die Baltimore Ravens. Die Fragen beantwortet Jonas Hutter.   1. Wie ist deine persönliche Einschätzung zum Matt-Elam-Pick und wie passt er in das Team? Antwort: Er passt hervorragend in die Mannschaft. Zum einen hatten (haben?) die Ravens auf der Safety-Position Lücken nachdem Ed Reed und Bernard Pollard den Verein verlassen haben. Dazu kommen mit Ihedigbo und Huff zwei solide und gute Safeties, die allerdings keinem Offensive Coordinator schlaflose Nächte bereiten. Er füllt also definitiv eine Need-Position. Zum anderen passt er von der Mentalität her perfekt in die Mannschaft – er gilt als extrem harter Tackler. Zusätzlich dazu ist er auch nicht zu schüchtern und kann seine Tackles auch ganz nett kommentieren. Der Pick von Elam ist absolut super, da er auf dem Feld sofort beitragen kann und er hat das Zeug in ein, zwei Jahren zu einem Vocal Leader in der Defense zu werden. Hier ist nach den Abgängen eigentlich nur noch Suggs da, ein Ngata ist ja dann eher ein Stillerer.   2. Mit Ray Lewis hat der Anführer der Defense das Team verlassen. Wie kann Zweitrundenpick Arthur Brown helfen, ihn zu ersetzen. Antwort: Als Anführer wird er ihn kaum ersetzen können. Doch er wird ihn insoweit auf dem Feld ersetzen können, wenn er konstant eine gute Leistung zeigt und Sideline-to-Sideline tackled und Spieler aus dem Backfield und Tight Ends deckt. Da er auf verschiedenen Linebacker-Positionen eingesetzt werden kann, hat er gute Chancen oft auf dem Feld zu stehen. Ein Schlechter ist er definitiv nicht.   3. Welcher Rookie wird vermutlich die meiste Spielzeit bekommen? Antwort: Elam, Starter ab dem ersten Spiel   4. Von welchem undrafted Free Agent erwartest du am meisten? Antwort: TE Matt Furstenburg. Er ist ein solider Tight End. Er ist extrem schnell (für einen TE) – und die Ravens mögen ihre Receiver neuerdings schnell. Außerdem ist hinter Dickson und Shiancoe (Dennis Pitta scheint ja leider für die ganze Saison verletzt auszufallen) noch Raum für Tiefe (Bajema konnte letzte Saison halbwegs ordentlich blocken, mit dem Fangen war das aber nix) und hier könnte ich ein schönes Plätzchen für ihn finden. Zudem kann er durch seine Schnelligkeit auch...

Cincinnati Bengals

Machen wir doch mal weiter in der AFC North. Heute wenden wir uns den Cincinnati Bengals zu. Die Fragen beantwortet der ultimative Bengals-Insider Steven Fox, aka Lattenknaller.   1. Wie ist deine persönliche Einschätzung zum Tyler-Eifert-Pick und wie passt er in das Team? Antwort: Vor dem Draft habe ich gelesen, dass wir uns näher mit ihm beschäftigen und sogar ein Private-Workout mit ihm gehabt hatten – meine erste Reaktion war Verwunderung, doch nach etwas Überlegung bin ich zum Schluss gekommen: Er passt perfekt! Viele hatten einen legitimen Nummer-zwei-Receiver neben A.J. Green gefordert, aber die Coaches hatten immer wieder betont, dass sie Sanu an dieser Stelle sehen und Vertrauen in ihn setzen, da er bis zu seiner Verletzung auch gezeigt hat, dass er die Stelle einnehmen kann. Neben mir waren viele Fans verwundert über Pick, da man ja schon Gresham vor drei Jahren in der ersten Runde gedrafted hatte, aber die Erklärung ist ganz einfach: Eifert ist von seiner Veranlagung her quasi ein großer, kräftiger Receiver – zu groß und massig für den durchschnittlichen Cornerback und zu gute Ball Skills und Routes für den durchschnittlichen Linebacker. Gut, eine NFL-Defense kann so eine Bedrohung im Normalfall neutralisieren, allerdings muss man sich jetzt das Gesamtbild der Bengals-Passempfänger anschauen: Sanu – 6‘2‘‘,  Green – 6‘4‘‘, Gresham – 6‘5‘‘, Eifert – 6‘6‘‘. Da stehen ein paar Türme auf dem Platz, die der gegnerischen Defense so einige Kopfzerbrechen bereiten dürften – vor allem wenn im Backfield noch ein Running Back steht, der eine Cover-lastige Aufstellung bitter bestrafen würde. Kurz gesagt: Dalton kann nun schauen, wer denn den zweiten Tight End übernimmt. Steht da ein Cornerback, kriegt der Running Back den Ball – steht da ein Linebacker sind klare Vorteile im Passing Game vorhanden. Fazit: Eifert ist ein Pick, der der Bengals-Offense eine Vielzahl neuer Möglichkeiten bietet – mehr als man es von einem Tight End vermuten würde.   2. Welche Rolle traust du dem Esten Margus Hunt zu? Vor dem Draft gab es große Spekulationen um seine Draft-Position. Wie viel Einsatzzeit wird er deiner Einschätzung nach bekommen? Antwort: Hunt ist eigentlich prädestiniert als Defensive End in der „Uso Defense“*: Er ist mit seinen 6‘8‘‘ in guter Gesellschaft mit Johnson (6‘7‘‘),...