In unserer Saisonvorschau sind wir weiter in der AFC South, wo wir heute die Indianapolis Colts genauer betrachten wollen. Die Fragen hat Santino Bazzanella, auch bekannt als SunnyB, beantwortet. 1. Wie ist deine persönliche Einschätzung zum Björn-Werner-Pick und wie passt er in das Team? Antwort: Ich bin zufrieden mit der Einberufung von Björn Werner in der ersten Runde. Spätestens nachdem man sich entschieden hat, nicht mit Dwight Freeney weiterzumachen, war es offensichtlich, dass wir einen Pass Rusher benötigen. Werner galt Anfang des Jahres noch als Top-Five-Pick, bevor er aufgrund einer durchschnittlichen Vorstellung bei der Combine etwas nach unten fiel. Charakterlich passt er wunderbar ins Team, er ist ein harter Arbeiter, gewillt zu lernen und sich auf lange Sicht durchzusetzen. Die große Frage allerdings ist, wie Björn mit der Umstellung von 4-3 Defensive End auf 3-4 Outside Linebacker klarkommt. Einige Pundits sehen ihn in der NFL ausschließlich als Defensive End und bei den Colts wird er nun als Outside Linebacker auflaufen. Die Coaches sind davon überzeugt, dass er das Zeug dazu hat. Zu Saisonbeginn wird er sich wahrscheinlich die Snaps mit Erik Walden teilen, wobei Björn hauptsächlich bei Passing Downs am Feld stehen wird und Walden gegen den Lauf eingesetzt werden soll. Ich persönlich gehe davon aus, dass er gegen Saisonmitte mehr Snaps und Verantwortung aufgetragen bekommt und somit zum Starter aufsteigt. 2. Um in der fünften Runde Montori Hughes wählen zu können, mussten die Colts einen Pick in der vierten Runde 2014 abgeben. Wie bewertest du den Trade? Antwort: Um ehrlich zu sein, meine erste Reaktion war etwas skeptisch. Zuerst schlechte Noten und dann flog Hughes 2011 aufgrund einer Auseinandersetzung am Campus in Tennessee vom College und transferierte auf ein kleineres College namens Tennessee-Martin. Dort spielte er die letzten zwei Jahre und es scheint als sei er seitdem gereift. Einen Spieler mit solchen körperlichen Voraussetzungen (6‘4‘‘, 330 lbs.) findet man nicht an jeder Ecke. Head Coach Chuck Pagano sieht ähnliche Anlagen wie sie ein Haloti Ngata besitzt und Hughes wird nachgesagt, dass er sowohl Nose Tackle als auch Defensive End in einer 3-4 Defense spielen kann. Für eine endgültige Bewertung ist es natürlich noch viel zu früh, aber mittlerweile bin ich zumindest...
Preseason Week 3: Sunday’s Rookies to watch
Mit zwei Spielen wird in der kommenden Nacht die dritte Woche der Preseason abgeschlossen. Aus diesen Spielen haben wir uns wieder zwei Teams und von denen wiederum drei Rookies herausgepickt, die wir kurz vorstellen wollen. Christian hat sich die Vikings vorgenommen, Roman die Texans. Minnesota Vikings: Xavier Rohdes (First Round): Rhodes war lange Zeit die Nummer zwei bei den Cornerbacks. Je näher der Draft rückte, desto weiter fielen seine Aktien. Am Drafttag selber war er hinter Dee Milliner, D.J. Hayden und Desmond Trufant nur die Nummer vier. Eine seiner größten Stärken im College war, dass er den Kopf oben hatte und so keinerlei Probleme den Football zu finden. Er hat eine Menge Man Coverage bei den Hurricanes gespielt, sollte sich aber auch in der Zone zurecht finden. Vielleicht kann er sich in die Startformation spielen. Gerald Hodges (Fourth Round) und Michael Mauti (Seventh Round): Die Vikings schlugen gleich zwei Mal bei den Linebackern von Penn State zu. Während Hodge eher als Outside Linebacker vorgesehen ist, wird Mauti in der Mitte auflaufen. Hodges hat als Pick in der vierten Runde beste Chancen den Kader zu machen. Er wird darum kämpfen, sich im Depth Chart noch etwas nach oben zu schieben. Für Mauti geht es um nicht mehr oder weniger als um einen Kaderplatz. Der ehemalige Nittany Lion hatte in seiner Karriere schon enormes Verletzungspech und schon zwei Kreuzbandrisse in seinen Beinen. Zach Line (Undrafted): Line dürfte einer der wenigen Undrafted Free Agents sein, der die Chance hat, über den August hinaus in Minnesota zu bleiben. Line kämpft derzeit um Platz des dritten Running Backs hinter Adrian Peterson und Toby Gerhardt. Line ist dabei mit seinen 1,85 m und 105 kg eher der Typ Fullback. In seinen bisherigen Auftritten konnte er durchaus gefallen. Wer mehr über Line lesen will kann das beim MMQB von Peter King tun. Houston Texans: D.J. Swearinger (Second Round): In der Offseason haben die Texans einen ganz dicken Fisch an Land gezogen: Ed Reed. Und dann musste er operiert werden und konnte bis heute nicht mittrainieren. Ob er zum Saisonstart fit wird, weiß man noch nicht. Entsprechend könnte es passieren, dass Swearinger direkt als Starter benötigt...
Tennessee Titans
Heute machen wir weiter mit der AFC South und starten dort mit den Tennessee Titans. Die Fragen hat Titans-Insider Daniel beantwortet. 1. Wie ist deine persönliche Einschätzung zum Chance-Warmack-Pick und wie passt er in das Team? Antwort: Passt, wie die Faust aufs Auge, wie man so schön sagt. Zwar gab es Stimmen, dass Jonathan Cooper (ging drei Position vorher zu den Cardinals) besser ins Zone-Blocking-System der Titans passen würde, da er agil ist, doch das sehe ich nicht so. Viel mehr fehlt der Offensive Line der Titans seit Mawae ein starker Road Grader und nun ist die Hoffnung groß, dass Warmack Mawaes Erbe antreten kann. 2. Die Wide Receiver der Titans konnten letztes Jahr nicht überzeugen. Glaubst du Justin Hunter löst die Probleme, oder hättest du lieber einen anderen Receiver in der zweiten Runde gewollt? Antwort: Ehrlich gesagt bevorzuge ich stets „geschliffene“ Receiver mit guten Händen gegenüber den Superathleten, so wäre mir beispielsweise Cordarrelle Patterson in Runde eins ein Graus gewesen (hallo Vikings!). Am liebsten hätte ich es gesehen, wenn DeAndre Hopkins den Titans in die Hände gefallen wäre, er erscheint mir ein fertiger Receiver zu sein. Für Runde drei fand ich Quinton Patton und Aaron Dobson sehr interessant, die laut Statistik quasi ohne Drop ihre College-Karriere gestalten konnten. Dennoch lässt Hunter gewisse Hoffnungen keimen. Er ist sehr groß und könnte somit womöglich den Abgang von Jared Cook (Tight End, wechselte zu den Rams) als Red Zone Target kompensieren. Gleichzeitig hat er eine großartige Topspeed, sodass er wohl primär als Deep Threat eingesetzt werden wird, in der Hoffnung, Lockers starken Arm noch mehr zur Geltung zu bringen. Vermutlich lässt mich seine Production auf dem College optimistisch dreinschauen. Man vergleiche einmal seine Zahlen und die von Patterson. Jedoch ist er nicht als Heiland verpflichtet worden. Die Receiver, die sich beweisen müssen sind Washington und Britt. Ersterer hatte eine unterdurchschnittliche Saison und wird wohl zusehen müssen, dass er die Cuts übersteht und Britt scheint nun wieder fit zu sein nach seinen schweren Verletzungen und befindet sich zudem noch in seinem Contract-Year. Zusätzlich werden die Erwartungen an Kendall Wright steigen, nachdem er eine ordentliche Rookie-Saison hatte. Insofern wird sich Hunter wohl in aller Ruhe entwickeln...
Atlanta Falcons
Heute kommen wir in unserer Saisonvorschau zum Abschluss der NFC South, in der nur noch die Atlanta Falcons fehlen. Die Fragen hat Simon Falkensteiner, auch bekannt als klit oder Crazy Goblin, beantwortet. 1. Wie ist deine persönliche Einschätzung zum Desmond-Trufant-Pick und wie passt er in das Team? Antwort: Ich hab mir ja vor dem Draft einige der Defensive Backs auf Draft Breakdown reingezogen und war nicht der größte Trufant-Fan. Ich fand auch den Hype beim Senior Bowl etwas übertrieben, aber vor allem wegen seiner Einstellung dort, ist er ein typischer Dimitroff-Pick. Seine Technik bedarf zwar noch Feinschliff, die Möglichkeit jeden Tag im Training von zwei der besten Receiver der Liga zu lernen, ist aber nicht die schlechteste Voraussetzung um sich zu verbessern. Man wird zwar vor allem am Anfang der Saison mit dem ein oder anderen Aussetzer rechnen müssen, aber da man das eh von Dunta gewohnt war, bin ich optimistisch. Mit der Athletik von Trufant und Alford hat Nolan jetzt auch die Möglichkeit mehr Man-Coverage zu spielen, was der gesamten Defense gut tun sollte. 2. Inwieweit können Malliciah Goodman und Stansly Maponga helfen, den schwachen Pass Rush der Falcons zu verbessern? Antwort: Ich glaube nicht, dass einer der beiden viele Snaps sehen wird. Bei Maponga würde ich sogar darauf tippen, dass es ein Redshirt Jahr für ihn wird, so wie es bei Massaquoi im letzten Jahr gehandhabt wurde. Bei Goodman hingegen hat Dimitroff durchblicken lassen, er könnte sich ihn bereits in dieser Saison als Starter in der Base-Defense vorstellen. Die steht aber zum einen wenig auf dem Feld und zum anderen wird er da wohl eher 5-Tech (gegenüber der Außenschulter des Offensive Tackles, Anm. d. Red.) spielen und hauptsächlich den Run verteidigen. Die Hoffnung, dass einer der beiden viel Impact auf ein Spiel haben wird, geht also gegen Null, erwarte ich mir aber auch von einem Viert- bzw. Fünftrundenpick nicht. Zumindest als Rookies. 3. Welcher Rookie wird vermutlich die meiste Spielzeit bekommen? Antwort: Mit Sicherheit Trufant, er hat bis auf Alford, der ja selbst Rookie ist, auch keine Konkurrenz für den Starterjob neben Asante. Der Rest wird sich wohl, größere Verletzungen mal ausgenommen, hauptsächlich auf die Special Teams konzentrieren und...
Preseason Week 3: Thursday’s Rookies to watch
Kommende Nacht geht die Preseason 2013 in ihre vorletzte Runde. Zuletzt hatten wir immer ein Spiel herausgepickt, bei dem wir je drei Rookies aus beiden Teams vorgestellt haben. So langsam ist es aber schwierig, Spiele zu finden, in denen wir beide Teams noch nicht hatten. Entsprechend gibt es heute aus den beiden Spielen je ein Team mit je drei Rookies. Wir betrachten die Lions, die gegen die Patriots antreten, und die Panthers, die bei den Ravens zu Gast sind. Carolina Panthers: Star Lotulelei (First Round): Seit einer gefühlten Ewigkeit suchen die Carolina Panthers gute Spieler für die Mitte der Offensive Line. Nun haben sie in der ersten Runde zugeschlagen und Star Lotulelei ausgewählt. Von vielen als der beste Defensive Tackle im Draft angesehen, rutschte er ein wenig nach unten, weil es ein paar Verletzungssorgen gab. Bisher konnte er in der Preseason noch nicht sein dominantes Spiel vom College zeigen, daher sollte man bei ihm genauer hingucken, wie er sich gegen Leute wie beispielsweise Marshal Yanda anstellt. Kawann Short (Second Round): Doch nach der ersten Runde hatten die Panthers immer noch nicht genug. In der zweiten Runde gab es noch einen Defensive Tackle. Eine Taktik, vor der ich gerne bereit bin, meinen Hut zu ziehen – aus einer Schwäche in kurzer Zeit eine Stärke machen. Bisher kam er nur mit der zweiten Defense zu Einsatz, zeigte dort aber starke Leistungen. Vielleicht denken die Coaches mal darüber nach, ihn mit den Startern einzusetzen, dass er sich gegen bessere Konkurrenz beweisen kann. Brandon Williams (Undrafted): Eine faszinierende Geschichte ist die von Brandon Williams. Der Tight End wechselte vom Junior College nach Oregon, wo festgestellt wurde, dass er unter einer Verengung der Wirbelsäule leidet und seine Karriere war vorbei. Allerdings wollte er zumindest Basketball spielen und wechselte daher zum Portland Bible College, während er nebenbei für einen Sicherheitsdienst arbeitete. Nachdem ein Arzt ihm später bestätigte, dass sein Zustand ihn nicht davon abhält Football zu spielen, ging er zu einer Regional Combine und konnte sich dort für die Panthers empfehlen. Bei seinen Coaches kommt er gut an, sie loben ihn in höchsten Tönen. Von allen Spielern der Panthers sah er bisher in der Preseason die...
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