Die erste Woche der Preseason geht zu Ende. Heute stehen sich zum Abschluss die Buffalo Bills und die Indianapolis Colts gegenüber. Es wird auch das erste Spiel für Björn Werner bei den Profis sein. Der Berliner sollte heute einige Spielzeit sehen. Auf welche Rookies in diesem Spiel darüber hinaus zu achten sein wird, lest ihr Hier. Indianapolis Colts: Björn Werner (First Round): Björn Werners NFL Karriere beginnt gegen die Bills. Es wird spannend zu beobachten, wie er die Umstellung auf Outside Linebacker meistert. Werner spielte im College bei Florida State als Defensive End und hatte vor allem die Aufgabe zum gegnerischen Quarterback zu kommen. Aktuell scheint er den Backup für Robert Mathis zu geben und sollte mit der Second-Team-Defense einiges an Spielzeit sehen. Auf Dauer wird er wohl mit Erik Walden um den Posten des Starters kämpfen. Walden kam via Free Agency aus Green Bay zu den Colts. Hugh Thornton (Third Round): Der Guard wird ähnlich wie Björn Werner um einen Starter Posten kämpfen, voraussichtlich auf Right Guard. Thornton ist ein großer, aber durchaus beweglicher Guard. Die Offensive Line war eine der Schwachstellen bei Indianapolis. 41 Sacks waren eindeutig zu viel, Andre Luck braucht besseren Schutz. Auch deswegen ist Thornton da. Bei Illinois sah er besonders in Pass Protection gut aus. Heute gibt es den ersten Test, ob er dies auch bei den Profis umsetzten kann. Montori Hughes (Fourth Round): Hughes wird um Spielzeit als Nose Tackle kämpfen. Ursprünglich heuerte er bei den Tennessee Vols an. Nachdem es ihm jedoch zu Beginn nicht gelang, die akademischen Leistungen zu erbringen, verbrachte er einige Zeit, um in das Programm aufgenommen zu werden. 2011 erfolgte der Rausschmiss und der Transfer zu Tennessee-Martin. Auf diesem nicht ganz so hohen Niveau der Division dominierte er. Er bringt alle körperlichen Anlagen mit, um ein Starter in der NFL zu werden. Mit Josh Chapman und Aubrayo Franklin hat er jedoch ordentlich Konkurrenz. Buffalo Bills: E.J. Manuel (First Round): Es wurde schon oft angesprochen: Der Draft in diesem Jahr war ein komischer. Unter anderem, weil es keinen klaren Top-Quarterback gab. Am Ende war es Manuel, der als einziger QB in der ersten Runde gezogen wurde. Damit...
Hall of Fame Game – Rookies to watch
Endlich! Mit dem Hall of Fame Game zwischen den Dallas Cowboys und den Miami Dolphins endet die Football-lose Zeit. Das Spiel beginnt Sonntag/ Montag 02:00 deutscher Zeit. Am Donnerstag startet dann die Preseason richtig durch. Wir werden zu einigen Spielen Rookies und deren aktuelle Situationen beschreiben. Heute fangen wir an. Roman widmet sich seinen Cowboys und ich habe mir die Situation bei den Miami Dolphins angesehen. Dallas Cowboys: Travis Frederick (First Round): Einen First Round Pick sollte man natürlich immer genauer im Auge behalten. Bei Frederick kommen aber noch zwei weitere Argumente dazu: Sein Pick, am Ende der ersten Runde, wurde stark kritisiert und die Interior Offensive Line, wo Frederick spielt, war eine der großen Schwachstellen, bei den Cowboys in der letzten Saison. Er wird vermutlich der Center in der First Team Offensive Line sein und es wird spannend zu beobachten, wie er mit seinen Nebenleuten zusammenarbeitet. J.J. Wilcox (Third Round): Eine weitere Schwachstelle bei den Cowboys war ihr Safety-Spiel. Barry Church, der von einem Achillessehnenriss zurückkommt, ist als Starter gesetzt, neben ihm gibt es aber einen heißen Kampf. Will Allen, Matt Johnson und Wilcox haben alle noch berechtigte Chancen auf den begehrten Posten. Wilcox wird wohl in der Second Team Defense spielen. Er ist ein harter Hitter mit guten Instinkten, es ist aber noch nicht ganz klar, wie gut er in Coverage aussieht. Dazu kann er vielleicht auch in den Special Teams auf sich aufmerksam machen. DeVonte Holloman (Sixth Round): Mit der Umstellung auf eine 4-3 Defense mussten die Cowboys auch ihr Linebacker-Korps ordentlich umbauen. Es kamen einige neue Spieler und Holloman war einer davon. Mit seiner Athletik und seiner Vergangenheit als Safety passt er sehr gut in Monte Kiffins System. Er wird vermutlich in der Second Team und vielleicht auch Third Team Defense spielen. Er wird wohl auf der Strongside, als Sam-Linebacker, auflaufen, aber vielleicht auch in der Mitte, als Mike, ausprobiert. Bei den South Carolina Gamecocks wurde er selten in der Coverage eingesetzt, weshalb es von Interesse sein sollte, wie er dort aussieht. Miami Dolphins: Dion Jordan (First Round): Wer wird neben Cameron Wake auf Defensive End starten? Das Duell lautet Oliver Vernon vs. Dion Jordan. Vernon war 2012 ein...
Mein Weg zum Draft (2) – Statistiken
Nach dem mir die Welt des College Fotballs offen stand, soll heuer der Übergang geschildert werden. Dabei stehen in diesem Artikel die Statistiken im Im Mittelpunkt. Das ganze hatte auch bei mir eine Geschichte und die hieß Kellen Moore. Moore ist der jetzige Backup der Detroit Lions hatte mit den Boise State Broncos eine sensationelle Karriere. Dabei waren vor allem seine Zahlen (Completion %, TD-INT Ratio, wenige Sacks kassiert usw.) herausragend und als es Richtung Draft zu ging, war ich doch sehr verwundert, dass er auf den Draftseiten nur sehr weit hinten war. Moore wurde die Stärke des Arms abgesprochen und er wurde, trotz der Zahlen, nicht gedrafted. Statistiken sind ein Hilfe, sagen am Ende, aber sehr wenig über einen Spieler aus. Um beim Beispiel Quarterbacks zu bleiben, ein hoher Prozentsatz komplettierter Pässe ist eine super Sache, dennoch hilft nur der Blick auf die Spiele, wie dieser Satz zu Stande gekommen ist. So sind grade Konzepte die eine Spread Offense als Kern ihrer Offense nehmen, sehr verbreitet. In diesen Angriffsstrategien geht es oft um kurze, schnelle Pässe, die nicht so schwer auszuführen sind. Ein Beispiel dafür wäre die Offense von 2nd Round Draft Pick Geno Smith in West Virginia letztes Jahr. ( Natürlich kann ein hohes Rating auch und gerade am Quarterback liegen, aber oft sind auch die Systeme entsprechend angepasst. In dem Zusammenhang skeptisch, machen mich allerdings niedrige Werte. Das hat den Grund, dass sich keine Mannschaft leisten kann nur 50% oder etwas mehr an Pässen anzubringen, weil sonst schlicht zu viele Versuche benötigt werden um das Feld zu überbrücken. (Ausnahme, eine Offense mit sehr vielen tiefen Pässen, ist auf College-Level aber selten) Die Sache gestaltet sich ähnlich mit Catches bei Receivern. Wo wird der Pass gefangen? Wird der Receiver beim Catch bedrängt? Kann er sich in der Luft im 1 gegen 1 durchsetzten? Fängt er den Football mit den Händen, oder mit dem Körper? Das sind in dem Zusammenhang wichtigere Fragen, als die schlichte Anzahl an Yards und Touchdowns. Auch bei einem Defensive Lineman muss die Frage kommen, wie und gegen wen kamen die Sacks zu Stande. Manchmal ist der dauerhafte Druck der den gegnerischen Spielmacher ins Laufen zwingt wertvoller, als ein...
Training Camp Battles – AFC
Nachdem sich Roman gestern den Training Camp Battles in der NFC gewidmet hat, geht es an dieser Stelle mit der AFC weiter. Denver Broncos: Running Back Bei den Broncos ist es Willis McGahee, der auch aufgrund von Verletzungen nicht mehr im Kader steht. Er sah letztes Jahr einige Snaps, weil Knowshon Moreno außer Gefecht war. 2012er Rookie Ronnie Hillman war nur die Nummer drei auf dem Depth Chart der Wildpferde. Diese Saison will er sich als Starter etablieren. Dritter Mann im Bunde ist ein Rookie aus diesem Jahr, Montee Ball. Dieser brach im College in Wisconsin Rekorde für die meisten Touchdowns und die meisten Touchdowns per Lauf. Ball hat schon knapp 1000 Läufe für Rund 5100 Yards in den Beinen. Dementsprechend vorsichtig sollten die Broncos sein, um keine frühe Verletzung zu riskieren. Buffalo Bills: Wide Receiver Steve Johnson, und dann? Im letzten Jahr hatten die Bills nach Johnson leider ein großes Loch bei den Receivern. Donald Jones ist weg, sonst hat nur der letztjährige Rookie T.J. Graham (31 Receptions für 322 Yards und einen Touchdown) ordentlich Spielzeit gesehen. Die Bills spielten letztes Jahr einen Großteil ihrer Spielzüge mit drei Wide Receivern. Ob das unter Doug Marrone so bleibt ist offen, eine Verbesserung ist aber in jedem Fall notwendig. Hier kommen die Rookies ins Spiel, die sich früh ins Rampenlicht spielen können. Vorne weg Zweitrunden-Pick Robert Woods von USC. Woods ist ein Spieler, der sehr früh in der NFL Fuß fassen sollte. Dazu kommen Sppedster Marquise Goodwin (3. Runde) und die Undrafted Free Agents Da´Rick Rodgers und Brandon Kauffman. Rodgers hatte Drogenprobleme, war aber auf dem Platz immer ein herausragender Spieler. Kauffman hat einige Rekorde bei Eastern Washington in der zweiten Liga des College Football gebrochen und kann mit seinen 1,95m auch als Outside Receiver eingesetzt werden. Baltimore Ravens: Linebacker Daniel Ellerbe und Ray Lewis sind nicht mehr Teil der Baltimore Ravens. Der Super Bowl Champion sucht dringend Ersatz bei den Linebackern. Jameel McClain wird dabei den Vorteil der Erfahrung haben. Letztes Jahr startete er von Woche eins bis dreizehn und hatte besonders gegen den Lauf so seine Probleme. Aktuell plagt er sich noch mit einer Verletzung herum. Daryl Smith kam aus Jacksonville, sah...
Mein Weg zum Draft (1)
Liebe Leser, in dieser Artikel-Serie möchte ich kurz nachzeichnen wie ich vom Fan zum Hobby Scout geworden bin. Dabei soll dies keine Darstellung sein, die auf mich fokussiert ist, sondern soll viel mehr nach zeichnen, wie es seinen Weg nehmen kann, wenn man sich für eine Sache begeistert. Ich möchte auf einzelne Aspekte eingehen, die jemandem im Draft-Prozess mehr oder weniger helfen können. Doch starten will ich heute am Anfang meiner Leidenschaft für das Spiel. Es begann mit einem Spiel im November 2010, Rutgers gegen South Florida. Eines von vielen Spielen der sportlich schon damals leicht gebeutelten BIG EAST. Für mich war es dennoch ein aha Erlebnis. College Football kannte ich nur vom Hören Sagen. Pay TV hatte ich mir eigentlich wegen Fußball angeschafft. Dennoch hat es in diesem Spiel klick gemacht und ich hatte große Lust mehr zu sehen. Doch die College Landschaft ist zunächst sehr verwirrend. Über 120 Teams auf dem selben Level, dazu diese übers ganze Land verteilt? Wikipedia hilft ein Stück, aber ansonsten viel schauen und lesen. Das Spiel war der Startpunkt und ich begann mich immer mehr in die Materie einzuarbeiten. Ich muss sagen, dass ich erst nach einem knappen Jahr so etwas wie einen Überblick hatte, über die Ligen die Spieler und auch die Regeln mit denen die Unis, Coaches und Spieler auf dem Feld, aber grade auch außerhalb, konfrontiert sind. Wer die NFL liebt und wissen will, wer in den nächsten Jahren bei den Profis zum Star wird, der kommt ein Stück weit am College Football nicht vorbei. Ich kann nur jeden einladen sich in diesem herbst mal ein paar Spiele anzusehen. Gerade die Unterschiedlichkeit in Systemen und Tradition machen das Spiel auf der College Ebene zu etwas Einzigartigem....
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